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Medieninformationen

Wir investieren in Teilhabe – Digital Streetwork für Zugewanderte

11/2025
Erstellt von Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge

Ein innovativer Ansatz zur Integration: Beratung über soziale Medien und Informationen zu regionalen Angeboten.

Berlin, 30. September 2025 – Unter dem Titel „Digital Streetwork“ startet ein bundesländerübergreifendes Projekt zur besseren Beratung und Teilhabe von Zugewanderten in Deutschland. Auch Thüringen ist Teil dieses innovativen Vorhabens, das auf den digitalen Dialog setzt, um Menschen mit Migrationsgeschichte dort zu erreichen, wo sie sich täglich aufhalten: in den sozialen Medien.

Die Thüringer Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, Dorothea Storch, betont: „Wir investieren in Teilhabe. Mit dem Projekt ‚Digital Streetwork‘ gehen wir neue Wege, um Zugewanderte schnell, niedrigschwellig und alltagsnah zu informieren – über soziale Medien, in vertrauter Sprache und auf Augenhöhe.“

Insgesamt beteiligen sich vierzehn Bundesländer an diesem gemeinsamen Ansatz. Das Ziel: Zugewanderte sollen leichter Zugang zu lokalen und regionalen Integrations- und Beratungsangeboten erhalten – etwa zu Sprachkursen, Ausbildungs- oder Arbeitsmarktprogrammen, rechtlicher Beratung oder psychosozialer Unterstützung.

Seit Jahren pflegen Zugewanderte untereinander regen Informationsaustausch in sozialen Medien. Aufsuchende Informations- und Beratungsarbeit auf Facebook, Instagram, Telegram und anderen Plattformen ist deshalb ein zentraler Bestandteil des Projektes, um über lokale Strukturen aufzuklären und eine passgenaue Verweisberatung vor Ort anzubieten. Geschulte Fachkräfte – sogenannte „Digital Streetworker“ – beantworten Fragen, klären über Rechte und Möglichkeiten auf und vernetzen Ratsuchende mit passenden Angeboten vor Ort.

Thüringen bringt dabei seine langjährige Erfahrung in der Integrationsarbeit ein und wird das Projekt insbesondere in ländlichen Regionen einsetzen, wo der Zugang zu klassischen Beratungsstellen oft erschwert ist.

Hintergrund:
Das Modellprojekt „Digital Streetwork“ ist ein gemeinsames Vorhaben der Integrationsbeauftragten der Bundesländer und wird von der Bundesbeauftragten und 14 Bundesländer (Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) gefördert. Berlin steht Pate mit einem Modellvorhaben. Das Projekt orientiert sich an den Lebensrealitäten der Menschen und setzt auf zeitgemäße Kommunikationskanäle, um Integration nachhaltig zu fördern.

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